24 Stunden, 365 Tage im Jahr ist die Feuerwehr erreichbar. Im
Durchschnitt rücken die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt
Rheinberg bis über 100mal im Jahr aus. Erreichbar bedeutet nicht wie
bei einer Berufsfeuerwehr, dass dauerhaft Personal an der Wache ist.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bekommen ein Signal, wann sie
zur Wache müssen. Und das kann in 24 Stunden, 365 Tage im Jahr zu jeder
erdenklichen Zeit und Situation sein.
Sobald ein Notruf in der zentralen Rettungsleitstelle eingeht und die
Feuerwehr angefordert wird, gibt der Leitstellendisponent aus den
Informationen des Anrufers den Einsatz in das Cobra-Leitstellensystem
ein. Die Software macht dann je nach geographischer Lage und Art des
Einsatzes unterschiedliche Vorschläge, welche Rettungsmittel alarmiert
werden können.
Bei der Feuerwehr Rheinberg tragen alle Mitglieder einen
kleinen "Piepser" mit sich. Diese Piepser sind digitale
Funkmeldeempfänger, die über das 2m-Band erreicht werden. Wir greifen
dabei auf 2 Unterschiedliche Funkmeldeempfänger zurück, dem Motorola
Firestorm I & II, sowie dem Motorola LX 2 (bei uns nur für
Führungskräfte).
| Der
LX2 erhält seine Meldungen über das 2m-Band. Es verfügt über ein
Monochromdisplay mit 2x20 Zeichen. Über das Display werden
Informationen bzgl. der Einsatzlage und dem Einsatzort übermittelt. |
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Die
Alarmmeldungen für den Firestorm werden ebenfalls im 2m-Band
übermittelt. Eine Information besteht jedoch nur in Form einer
"Alarmansage". Nach einem 20 Sekunden anhaltenden Signalton erfolgt die
Ausgabe dieser Alarmansage über den integrierten Lautsprecher. |
Ist der Disponent in der Leistelle mit dem Vorschlag des Computers
einverstanden, werden nun die Einsatzkräfte über Funkwellen alarmiert
(im 2m-Band). Ein lauter Alarmton ertönt nun bei den digitalen
Meldeempfängern. Zusätzlich erscheint beim Motorola LX 2 auf dem
Display eine kurze Einsatzinfo über Einsatzstichwort (Zimmerbrand,
Verkehrsunfall, etc), Einsatzort und Besonderheiten. Der Motorola
Firestorm I/II kann 4 Ansagen wiedergeben.
1.)
Einsatzalarm: Bei diesem Stichwort ist höchste Eile geboten. Zu tragen
kommt diese Schleife wenn Menschen- & Tierleben in Gefahr sind oder
Werterhaltung im Vordergrund stehen.
2.) Bagatellalarm: Hierrunter
fallen Einsätze mit niedriger Priorität. Hier kann z.B. ein
umgestürzter Baum Grund der Alarmierung sein.
3.) Sonderfahrzeuge besetzen: Werden nur spezielle Fahrzeuge benötigt
wird diese Schleife aktiviert. Hier werden gezielt z.B. die Drehleiter
oder die Rettungsbote angefordert.
4.) Probealarm: Jeden Mittwoch um 18Uhr werden die Piepser in Rheinberg auf Funktionalität getestet.
Eine weitere Möglichkeit der Alarmierung, die bei der Stadt Rheinberg
nur noch zu Großschadenslagen zusätzlich benutzt wird, ist der analoge
Sirenenalarm. Über eine definierte Tonfolge im 4m-Band wird der
Sirenenalarm ausgelöst.
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